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Mary Vorhang aus Samt mit feinem Schimmer, 135 × 250 cm
Farben: Beige + 6 mehr
ab € 38,00
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Die Wahl der richtigen Vorhänge entscheidet darüber, wie viel Tageslicht in den Raum fällt, wie wirksam Blicke von außen abgehalten werden und wie ruhig die Raumakustik wirkt. Zwischen transparenten Webstoffen, blickdichten Geweben und schweren Verdunkelungsschals liegen spürbare Unterschiede in Fall, Lichtdurchlässigkeit und Pflegeaufwand. Auch das Maßnehmen von der Stange oder Schiene bis zum Boden verlangt Genauigkeit, damit der Saum weder aufsteht noch unabsichtlich schleift. Bei Alva Home findest du klare Orientierungshilfe zu Materialien, Webarten und Befestigungssystemen, um den passenden Fenstervorhang für deine Wohnsituation auszuwählen.
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Mary Vorhang aus Samt mit feinem Schimmer, 135 × 250 cm
Farben: Beige + 6 mehr
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Elena Vorhang, durchscheinende Gardine in Dunkelgrau
Farben: Dunkelgrau
€ 31,08
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Kaya Vorhang mit Ösen oder Multifunktionsband, auch als Querbehang
Farben: Moosgrün + 2 mehr
ab € 26,10
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Elma Vorhang aus Cord in Moosgrün
Farben: Moosgrün
€ 39,00
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Evelyn Verdunkelungsvorhang in Cremeweiß
Farben: Cremeweiß
€ 33,57
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Kurz gesagt
Die passenden Vorhänge wählst du primär nach dem gewünschten Lichteinfall und der Aufhängung aus. Für Wohnbereiche genügen meist halbtransparente oder blickdichte Stoffe, während Schlafbereiche dichte Verdunkelungsvorhänge verlangen. Miss die Höhe von der Unterkante der Schiene bzw. Oberkante der Stange bis zum Boden und ziehe für freies Schwingen etwa ein bis zwei Zentimeter ab. Bei der Breite sorgt der 1,5- bis 2-fache Fensterrahmenwert für einen harmonischen Faltenwurf.
Vorhänge prägen die Atmosphäre eines Raumes maßgeblich. Sie dämpfen Schall, regulieren das Tageslicht, schützen die Privatsphäre und fassen Fenster optisch ein. Bei der Entscheidung für einen Vorhangschal stehen viele vor der Frage, wie dicht das Gewebe sein soll, welche Aufhängung zur vorhandenen Montageleiste passt und wie die Maße für einen gleichmäßigen Faltenwurf berechnet werden. Ein leichter, durchscheinender Stoff setzt ganz andere gestalterische Akzente als ein schwerer Samtvorhang oder ein strukturierter Cordstoff. Wer vorab Transparenz, Aufhängeart und Materialaufbau abgleicht, vermeidet spätere Enttäuschungen beim Aufhängen und Waschen.
Die primäre Funktion eines Vorhangs bestimmt maßgeblich, welche Webdichte und Fadenstärke infrage kommen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen transparenten, halbtransparenten, blickdichten und vollständig verdunkelnden Stoffen. Transparente Vorhänge, oft auch als feine Gardinenschals bezeichnet, filtern grelles Sonnenlicht sanft, bieten jedoch bei eingeschaltetem Innenlicht am Abend kaum Blickschutz. Sie eignen sich hervorragend für Räume, die tagsüber maximal hell bleiben sollen, während der Blick nach draußen erhalten bleibt.
Halbtransparente und blickdichte Gewebe schaffen tagsüber einen soliden Sichtschutz, lassen aber dennoch gedämpftes Tageslicht durch den Raum fließen. Am Abend zeichnen sich bei Hinterleuchtung meist nur schemenhafte Umrisse ab. Diese Stoffart ist eine beliebte Lösung für das Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder das Vorzimmer, wenn blendfreies Licht gewünscht ist, ohne den Raum vollständig abzudunkeln. Wer eine Kombination aus luftigem Tageslicht und partiellem Schutz sucht, findet in der übergeordneten Kategorie Vorhänge & Gardinen weitere Anregungen für mehrlagige Fenstergestaltungen.
Vollständig verdunkelnde Vorhänge, im Fachjargon oft als Blackout- oder Dimout-Stoffe bezeichnet, besitzen eine besonders dichte Bindung oder eine rückseitige Beschichtung. Dimout-Gewebe schlucken einen Großteil des Lichts durch dicht eingewebte schwarze Zwischenfäden, bleiben dabei aber angenehm weich im Fall. Echte Blackout-Vorhänge verfügen über eine funktionale Beschichtung, die praktisch kein Licht durch das Textil dringen lässt. Zu beachten ist dabei: Fällt seitlich oder oberhalb der Stange Licht am Stoff vorbei, bleibt der Raum trotz Verdunkelungsstoff dämmrig. Für eine nahezu vollständige Abdunkelung muss der Stoff die Fensterlaibung deutlich überragen.
Die Haptik und Oberfläche eines Vorhangstoffs beeinflussen nicht nur den Faltenwurf, sondern auch den textilen Charakter des gesamten Zimmers. Glatte Webstoffe aus feinen Garnen fallen meist fließend, leicht und werfen weiche, regelmäßige Wellen. Sie treten optisch dezent in den Hintergrund und lassen sich flexibel mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen kombinieren. Feine Leinenoptiken oder Melange-Webarten bringen hingegen eine natürliche Lebendigkeit ans Fenster, ohne unruhig zu wirken.
Schwere Textilien wie Samt überzeugen durch eine dichte Faserstruktur und einen subtilen Glanz, der je nach Lichteinfall variiert. Ein Samtvorhang wirkt substanziell, hält Zugluft am Fensterglas spürbar ab und schluckt durch seine voluminöse Oberfläche mittlere bis hohe Tonfrequenzen. Dadurch verbessert sich die Akustik in spärlich möblierten Räumen merklich. Samtstoffe verlangen jedoch nach stabilen Befestigungen, da ihr Eigengewicht deutlich über dem herkömmlicher Dekostoffe liegt.
Eine markante Alternative stellen strukturierte Gewebe wie Cord dar. Mit seinen charakteristischen Längsrippen verleiht Cord dem Fenster Tiefe und eine wohnliche Textur. Vor allem in Kombination mit Naturholz oder schlichten Polstermöbeln setzt ein moosgrüner oder erdiger Cordvorhang einen gezielten Akzent. Bei der Auswahl schwerer Stoffe empfiehlt es sich, die Abstimmung zu anderen textilen Elementen im Raum zu prüfen, beispielsweise mit gemütlichen Polstern auf der Couch oder ergänzenden Elementen für das Wohnzimmer, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.
Die Art der Befestigung entscheidet darüber, wie leicht sich ein Vorhang bewegen lässt und wie das Faltenbild an der Oberkante ausfällt. Zu den gängigsten Varianten zählen Metallösen, rückseitige Schlaufen, klassische Kräuselbänder sowie moderne Multifunktionsbänder. Jede Befestigung stellt spezifische Anforderungen an die vorhandene Vorhangstange oder Vorhangschiene.
Fehler beim Ausmessen zählen zu den häufigsten Gründen für unbefriedigende Ergebnisse. Ein Vorhang, der mehrere Zentimeter über dem Boden in der Luft hängt, verliert seine Eleganz; liegt er hingegen zu stark auf, sammelt sich im Saum Staub und der Stoff lässt sich schwer zur Seite schieben. Vor dem Maßnehmen muss zwingend feststehen, welches Aufhängesystem genutzt wird, da Schienen und Stangen unterschiedliche Ausgangspunkte für die Messung vorgeben.
Für die Längenmessung gilt: Bei einer Vorhangschiene wird ab der Schienenunterkante gemessen. Bei einer Vorhangstange mit Ringen misst man ab der Unterkante der Ringe. Werden Ösen verwendet, misst man ab der Oberkante der Stange und muss berücksichtigen, dass der Stoff über den Ösen oft noch zwei bis drei Zentimeter nach oben übersteht (Kopfrand). Damit der Saum frei über dem Boden schwingt, zieht man vom gemessenen Gesamtwert etwa ein bis zwei Zentimeter ab. Wer den bewusst üppigen Look eines aufliegenden Vorhangs bevorzugt, addiert stattdessen drei bis fünf Zentimeter hinzu. Beachte dabei, dass unebene Altbauböden links und rechts vom Fenster unterschiedliche Höhen aufweisen können. Es lohnt sich, an mehreren Punkten nachzumessen.
Die benötigte Stoffbreite hängt vom gewünschten Rafffaktor ab. Ein glatter Stoffschal ohne Falten benötigt genau die Fensterbreite, sieht jedoch im geschlossenen Zustand flach aus und lässt sich nicht raffen. Für einen natürlichen, gefälligen Faltenwurf rechnet man im Regelfall mit dem 1,5- bis 2-fachen der zu bedeckenden Fenster- oder Schienenbreite. Bei sehr feinen, leichten Stoffen kann der Faktor bis zu 2,5 betragen, während schwere Stoffe wie Samt oder Cord bereits mit einem Faktor von 1,5 ein sattes Volumen entfalten.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Eigenschaften gängiger Vorhangarten zusammen, um die Entscheidung je nach Raum und Verwendungszweck zu erleichtern:
| Vorhangtyp | Typische Stoffstruktur | Lichtwirkung | Sichtschutz | Bevorzugte Aufhängung | Typischer Einsatzbereich |
|---|---|---|---|---|---|
| Transparenter Schal | Feines Webgewebe, Voile | Sehr hoch (filtert Blendung) | Gering (nur tagsüber) | Multifunktionsband, Schiene | Wohnbereich, Durchgangsräume |
| Blickdichter Dekoschal | Mittelstarkes Mischgewebe | Gedämpfter Durchlass | Zuverlässig bei Tag und Nacht | Ösen, Stange, Schiene | Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer |
| Dimout-Vorhang | Dichtes Gewebe mit dunklem Kern | Reduziert Licht um ca. 95–98 % | Vollständig blickdicht | Multifunktionsband, Schiene | Schlafzimmer, Gästezimmer |
| Blackout-Vorhang | Beschichtetes Spezialtextil | Nahezu 100 % Lichtstopp am Textil | Absolut blickdicht | Deckenschiene, Wandstange | Schlafbereiche, Medienräume |
| Strukturierter Schal (Cord/Samt) | Flor- oder Rippengewebe | Stark gedämpft bis blickdicht | Vollständig blickdicht | Ösen, stabile Stange | Wohnzimmer, Lese-Ecken |
Im Schlafzimmer steht ein ungestörter Schlaf im Vordergrund. Straßenbeleuchtung, frühe Morgensonne oder vorbeifahrende Fahrzeuge stören die Nachtruhe, wenn das Fenster unzureichend abgeschirmt ist. Um eine verlässliche Verdunkelung zu erreichen, reicht es selten aus, den Vorhang exakt auf die Glasmaße zuzuschneiden. Seitlicher Lichteinfall mindert den Effekt erheblich.
In einer beispielhaften Schlafraumplanung misst die Fensteröffnung 140 cm in der Breite und 130 cm in der Höhe, wobei die Deckenhöhe bei 255 cm liegt. Eine deckenmontierte Schiene ist in diesem Szenario die wirksamste Wahl, da sie den Spalt zwischen Decke und Stoff minimiert. Die Schiene wird so montiert, dass sie auf jeder Seite mindestens 25 bis 30 cm über die Fensterlaibung hinausragt. So lässt sich der Vorhang tagsüber vollständig neben die Fensteröffnung schieben, ohne den Lichteinfall zu behindern.
Für dieses Szenario empfiehlt sich ein blickdichter Dimout- oder Verdunkelungsvorhang mit Multifunktionsband. Bei einer Gesamtbreite der Schiene von 200 cm und einem Rafffaktor von 1,8 werden zwei Vorhangschals mit einer ungerafften Stoffbreite von je etwa 180 cm gewählt. Die Länge wird ab Schienenunterkante auf 253,5 cm festgelegt, sodass der Saum knapp 1,5 cm über dem Boden abschließt. So wird der Raum spürbar verdunkelt, während der Vorhang frei gleitet. Neben dem Fenster sorgt ein stimmiges Ensemble aus Nachttisch und ausgewählten Tischlampen für blendfreies Zonenlicht am Abend, das sich harmonisch in das gemütliche Ambiente im Schlafzimmer einfügt.
Im Wohnzimmer liegen die Anforderungen anders gelagert. Hier soll tagsüber möglichst viel natürliches Sonnenlicht den Raum erhellen, während direkte Blendung auf Bildschirmen oder beim Lesen vermieden werden soll. Zudem wünschen sich viele Bewohner am Abend Schutz vor Blicken von der Straße, ohne dass der Raum tagsüber wie eine abgeschottete Kammer wirkt.
Als Planungsbeispiel dient ein Wohnzimmer mit einer großen Balkon- oder Terrassentürfront von 240 cm Gesamtbreite und einer Raumhöhe von 250 cm. Die Wahl fällt hier auf eine zweiläufige Vorhangstange aus Metall in Schwarz oder Edelstahloptik. Auf dem hinteren, fensternahen Lauf wird ein Paar zarter, halbtransparenter Gardinenschals angebracht. Sie bleiben tagsüber oft geschlossen, streuen das Sonnenlicht gleichmäßig und verhindern Einblicke von außen. Auf der vorderen Stange sitzen zwei schwerere Dekoschals aus strukturiertem Stoff, etwa einem Cord- oder Samtgewebe, jeweils mit Ösen oder Ringen versehen.
Die vorderen Schals fungieren tagsüber als eleganter Rahmen links und rechts des Fensters. Am Abend werden sie bei Bedarf zugezogen, um Geborgenheit zu schaffen und Zugluft abzufedern. Die Länge wird so kalkuliert, dass der Stoff exakt zwei Zentimeter über dem Parkett schwebt, damit er sich beim täglichen Gang zur Terrassentür mühelos zur Seite schieben lässt. Textile Ergänzungen auf dem Boden, etwa passende Wohnteppiche, runden das Bild ab und optimieren die Raumakustik gemeinsam mit den schweren Vorhangstoffen.
Beim Vorhangkauf schleichen sich schnell kleine Planungsfehler ein, die später den Gesamteindruck stören oder die Funktionalität einschränken. Die fünf häufigsten Stolperfallen lassen sich mit gezieltem Prüfen im Vorfeld umgehen:
Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen in vier klaren Schritten:
Die Faserzusammensetzung entscheidet über die Lichtechtheit, Formstabilität und Haptik des Vorhangs. Kunstfasern wie Polyester dominieren moderne Vorhangstoffe aus gutem Grund: Sie weisen eine hohe Reißfestigkeit auf, verziehen sich bei Feuchtigkeitsschwankungen kaum und bleichen bei intensiver Sonneneinstrahlung im Vergleich zu reinen Naturfasern deutlich langsamer aus. Zudem lassen sich synthetische Garne zu extrem feinen Schleierstoffen ebenso verarbeiten wie zu dichten Samtstrukturen oder samtartigen Oberflächen.
Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen zeichnen sich durch ihre matte, lebendige Textur aus. Ein Leinenvorhang bricht das Licht auf charakteristische Weise und verleiht Räumen eine ungezwungene Eleganz. Allerdings reagiert reines Leinen sensibel auf Raumfeuchte: Die Länge kann sich je nach Jahreszeit um wenige Zentimeter verändern. Zudem neigt Leinen zum natürlichen Knittern, was gestalterisch geschätzt wird, aber nicht zu jedem Einrichtungswunsch passt.
Mischgewebe kombinieren häufig die optischen Vorzüge von Naturfasern mit der Dimensionsstabilität von Kunstfasern. Ein Baumwoll-Polyester-Mix beispielsweise fühlt sich griffig an, knittert jedoch deutlich weniger und läuft bei sachgemäßer Pflege kaum ein. Welches Material das richtige ist, hängt von den Prioritäten ab: Wer maximale Pflegeleichtigkeit und Farbbrillanz an sonnenintensiven Fenstern sucht, greift vorrangig zu spezialisierten Synthetik- oder Mischgeweben. Wer den organischen, matten Fall natürlicher Fäden bevorzugt, wählt Leinengemische.
Vorhänge wirken wie ein natürlicher Filter im Raum: Sie fangen Hausstaub, Küchengerüche und Pollen auf. Regelmäßige, schonende Pflege sorgt dafür, dass die Stoffe frisch bleiben und Farben nicht vergrauen. Die wichtigste Regel lautet: Die Pflegekennzeichnung des Herstellers auf dem Etikett ist immer verbindlich.
Viele moderne Textilien lassen sich im Schonwaschgang der Waschmaschine reinigen. Entferne vor der Wäsche alle losen Metallhaken, Ringe oder Gleiter, um Fadenläufe und Löcher im Stoff zu verhindern. Nicht abnehmbare Ösen sollten in ein Wäschenetz oder einen Kissenbezug eingebunden werden. Befülle die Trommel höchstens zur Hälfte, damit der Stoff im Wasser schwimmen kann und nicht unnötig zerknittert. Wähle eine niedrige Schleuderdrehzahl, um mechanische Reibung zu reduzieren.
Nach dem Waschen sollten Vorhänge idealerweise noch feucht wieder an die Stange oder Schiene gehängt werden. Durch das Eigengewicht des feuchten Stoffs hängen sich viele leichte Knitterfalten von selbst aus. Achte dabei auf eine gute Raumbelüftung und stelle bei empfindlichen Holzböden sicher, dass kein Tropfwasser auf das Parkett gelangt. Ist ein Bügeln laut Pflegeetikett erlaubt, bügle empfindliche Gewebe stets von der Rückseite und verwende gegebenenfalls ein feuchtes Bügeltuch, um Glanzstellen auf Kunstfasern oder Samt zu vermeiden.
Über Farbe und Musterung von Vorhängen lässt sich die wahrgenommene Größe und Höhe eines Raumes optisch steuern. Helle, wandfarbenähnliche Töne wie Cremeweiß, Beige oder helles Grau lassen kleine Räume offener und luftiger wirken. Sie schaffen einen weichen Übergang zwischen Wand und Fenster, wodurch das Auge den Raum als zusammenhängende, weitläufige Einheit wahrnimmt.
Dunkle oder kräftige Vorhangfarben (etwa Moosgrün, Dunkelgrau, Marineblau oder warmes Rostbraun) setzen klare Kontraste und schaffen visuelle Haltepunkte. Sie eignen sich besonders gut für großzügige Zimmer mit hohen Decken, da sie Gemütlichkeit spenden und weite Wandflächen gliedern. Dunkle Stoffe wirken vor allem bei blickdichten und schweren Webarten edel, verlangen jedoch nach einer ausreichenden Grundhelligkeit im Zimmer, damit der Raum nicht gedrungen erscheint.
Auch die Montagehöhe beeinflusst die Proportionen maßgeblich: Wird eine Vorhangstange direkt über dem Fensterrahmen montiert, betont sie die Fensterhöhe isoliert. Wird die Schiene oder Stange hingegen dicht unter der Decke angebracht und reicht der Vorhang fast bis zum Boden, streckt dies die Deckenhöhe optisch nach oben. Das Fenster wirkt dadurch größer und die gesamte Architektur gewinnt an Eleganz. Wer einen filigranen Abschluss sucht, kann Vorhänge auch gezielt mit schmaleren Modellen aus dem Bereich Gardinen kombinieren, um Transparenz und Farbakzente flexibel auszubalancieren.
Bei der Montage von Vorhangsystemen sind sicherheitsrelevante Aspekte zu beachten. Vor allem schwere Samtschals oder breite Stoffbahnen üben Hebelkräfte auf die Befestigung aus, wenn sie täglich auf- und zugezogen werden. Ein Abreißen der Stange aus der Wand birgt Verletzungsrisiken, insbesondere wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben.
Prüfe vor dem Bohren stets den Untergrund: Massiver Beton, Ziegelmauerwerk oder Leichtbau-Gipskartonplatten verlangen jeweils spezifisch abgestimmte Dübel und Schrauben. Universaldübel reichen bei porösen Wänden oder reinen Gipskartonplatten für schwere Stoffe oft nicht aus. Verwende in Hohlraumwänden geeignete Hohlraumdübel aus Metall. Achte zudem auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu eventuell in der Wand verlaufenden Elektroleitungen über dem Fenstersturz.
Zusätzlich spielen bauphysikalische Aspekte eine Rolle: Vorhänge, die direkt vor Heizkörpern hängen, behindern die Zirkulation der warmen Raumluft. Der Heizkörper erwärmt dann primär die Fensterscheibe, während der Wohnraum kühl bleibt. Schließe bodenlange Vorhänge daher so, dass Heizkörper frei abstrahlen können, oder wähle die Aufhängung mit genügend Tiefenabstand zur Wand. Bei kühlen, einfach oder doppelt verglasten Fenstern können schwere Vorhänge abends als wirksame Barriere gegen kalte Fallwinde wirken, solange sie den Heizkörper nicht verdecken.
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnen Gardinen meist leichtere, transparente oder halbtransparente Stoffe, die tagsüber als dezenter Blickschutz dienen und viel Licht durchlassen. Vorhänge hingegen bestehen überwiegend aus dichteren, schwereren Textilien wie Mischgewebe, Samt oder Cord. Sie bieten vollständigen Sichtschutz, dämpfen Zugluft sowie Schall und dienen bei entsprechender Webart auch der zuverlässigen Raumverdunkelung.
Als Faustregel gilt das 1,5- bis 2-fache der zu bedeckenden Gesamtbreite. Bei einem Fenster mit einer Stangenbreite von 200 cm benötigst du bei geschlossenem Vorhang insgesamt rund 300 bis 400 cm ungeraffte Stoffbreite, typischerweise aufgeteilt auf zwei Schals à 150 bis 200 cm. Ohne diese Zugabe hängt der Stoff glatt und verliert sein textiles Faltenvolumen.
Für ein sauberes, funktionales Hängeverhalten empfiehlt sich ein Bodenabstand von etwa einem bis zwei Zentimetern. Der Saum berührt den Boden dadurch nicht, nimmt keinen Schmutz auf und lässt sich beim Lüften oder Öffnen reibungslos verschieben. Wer einen opulenteren Look schätzt, lässt den Stoff drei bis fünf Zentimeter auf dem Boden aufliegen, muss diesen aber öfter aufschütteln.
Dimout-Vorhänge bestehen aus einem dichten Gewebe, das oft einen schwarzen Zwischenfaden enthält. Sie halten etwa 95 bis 98 Prozent des Lichts ab und bleiben flexibel im Fall. Echte Blackout-Vorhänge verfügen über eine rückseitige Beschichtung, die zu 100 Prozent lichtundurchlässig ist. Für vollständige Dunkelheit muss jedoch bei beiden Systemen auch der seitliche Lichteinfall an den Rändern abgedeckt werden.
Ösen erzeugen automatisch tiefe, gleichmäßige Wellen und gleiten sehr leicht auf Rundstangen, eignen sich jedoch nicht für Deckenschienen. Ein Multifunktionsband bietet maximale Flexibilität: Es kann direkt auf eine Stange geschoben, über verdeckte Schlaufen befestigt oder mit Röllchen in klassische Schienen eingehängt werden. Zudem ermöglicht das integrierte Kräuselband ein individuelles Einstellen der Faltenbreite.
Halte dich stets an das herstellerseitige Pflegeetikett. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Schon- oder Wollwaschgang mit geringer Schleuderdrehzahl. Die Trommel sollte maximal halb gefüllt sein. Entferne vorab Haken und Rollen oder nutze ein Wäschenetz. Hänge die Vorhänge direkt nach dem Waschgang feucht wieder auf; das Eigengewicht des feuchten Stoffs zieht viele Falten während des Trocknens von allein glatt.
Dichte, schwere Vorhangstoffe aus Samt, Cord oder mehrlagigen Webarten mindern spürbar das Abströmen kalter Luft von der Fensterscheibe in den Raum. Sie wirken als textile Barriere. Wichtig ist jedoch, dass der Vorhang Heizkörper nicht verdeckt, da die erzeugte Wärme sonst hinter dem Stoff gefangen bleibt, anstatt ungehindert im Wohnraum zu zirkulieren.
Miss die Höhe immer an drei Stellen: links, in der Mitte und rechts des Fensters. Bei leichten Abweichungen orientiert man sich am geringsten Abstand, damit der Vorhang nirgends aufsteht. Bei Altbauten mit sichtbarem Gefälle kann ein leicht aufliegender Vorhang (drei Zentimeter Bodenüberstand) Unebenheiten des Bodens optisch geschickt kaschieren, da kein ungleichmäßiger Spalt zum Boden sichtbar wird.
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