OYOY Mini
Kapuzenhandtuch Raita aus Bio-Baumwollfrottee
Farben: Lila / Clay / Braun + 3 mehr
ab € 44,00
Sofort lieferbar
Ein gutes Handtuch muss zwei gegensätzliche Aufgaben erfüllen: Es soll Feuchtigkeit rasch von der Haut aufnehmen, danach aber im Raum zügig wieder abtrocknen, ohne klamm zu bleiben. Ob du ein kompaktes Händehandtuch neben dem Waschtisch suchst, ein großzügiges Duschtuch für den täglichen Gebrauch oder ein dicht gewebtes Saunatuch: Das Zusammenspiel aus Format, Flächengewicht und Webart entscheidet über das Abtrockengefühl. Hier erfährst du, worauf es bei Garnen, Säumen und der richtigen Pflege ankommt, damit deine Badtextilien dauerhaft saugfähig und griffig bleiben.
OYOY Mini
Kapuzenhandtuch Raita aus Bio-Baumwollfrottee
Farben: Lila / Clay / Braun + 3 mehr
ab € 44,00
Sofort lieferbar
OYOY Living
Pieni Handtuchhalter aus Edelstahl
Farben: Braunmessingfarben + 2 mehr
ab € 22,99
Sofort lieferbar
FILIBABBA
Kinder-Strandponcho mit Eismotiv aus Bio-Baumwolle
Farben: Frappé
€ 44,00
Sofort lieferbar
FILIBABBA
Kinder-Badeponcho mit Eismotiv aus Bio-Baumwolle
Farben: Perlblau
€ 44,00
Sofort lieferbar
OYOY Living
Kyoto Gästehandtuch aus Baumwolle aus biologischem Anbau mit Fransen
€ 21,99
Nicht vorrätig
OYOY Living
Raita Waschlappen aus Bio-Baumwolle, gestreift
€ 19,99Set mit 2 Stück · je Stück € 10,00
Nicht vorrätig
Kurz gesagt
Die Wahl des richtigen Handtuchs hängt vom Einsatzort, dem Lüftungsverhalten deines Badezimmers und deinen Vorlieben beim Griff ab. Für das tägliche Händewaschen am Waschtisch eignen sich Formate um 50 mal 100 Zentimeter mit mittlerem Flächengewicht, da sie schnell trocknen. Große Dusch- und Badetücher mit höherem Volumen bieten mehr Hautkontakt, benötigen im Raum aber ausreichend Luftzirkulation. Achte neben der Faser vor allem auf die Webart und stabile Randsäume, die ein Verziehen beim Waschen nach Herstellerangabe verhindern.
Die Wahl der passenden Tuchgröße bestimmt maßgeblich, wie komfortabel die tägliche Nutzung abläuft und wie viel Platz an den Wandhaken oder Handtuchstangen belegt wird. Für die Grundausstattung eines Badezimmers werden unterschiedliche Formate miteinander kombiniert, da jede Größe eine klare Funktion übernimmt. Am Waschbecken hat sich das klassische Händehandtuch mit Maßen von ungefähr 50 mal 100 Zentimetern etabliert. Es bietet ausreichend Fläche, um mehrfach am Tag genutzt zu werden, ohne sofort durchfeuchtet zu wirken, und lässt sich an einfachen Haken aufhängen, ohne auf dem Boden oder auf Ablageflächen aufzuliegen.
Für die Dusche oder die Badewanne greifen die meisten Menschen zu Duschtüchern mit etwa 70 mal 140 Zentimetern. Dieses Maß reicht bei den meisten Körpergrößen aus, um sich nach dem Duschen zügig abzutrocknen und das Tuch bei Bedarf um den Körper zu wickeln. Wer noch mehr Einhüllung wünscht, wählt ein Badetuch mit Maßen von rund 100 mal 150 Zentimetern. Hierbei solltest du jedoch bedenken, dass sehr große Tücher im feuchten Zustand spürbar schwerer sind und auf Handtuchhaltern die doppelte Breite beanspruchen. In kleineren Räumen, die über wenig freie Wandfläche verfügen, stoßen diese großzügigen Maße daher rasch an räumliche Grenzen.
Ergänzt wird das Sortiment durch Gästehandtücher, die meist etwa 30 mal 50 Zentimeter messen. Sie finden ihren angestammten Platz im Gäste-WC oder als hygienisches Einmal-Handtuch für Besucher im Hauptbad. Seiftücher oder Waschlappen mit etwa 30 mal 30 Zentimetern dienen hingegen der gezielten Gesichts- und Körperreinigung. Wer die Textilien passend zu den Gegebenheiten im Badezimmer auswählt, verhindert, dass schwere, nasse Tücher mangels passender Halterungen übereinandergelegt werden und muffig werden.
Das Flächengewicht von Handtüchern wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben, oft als GSM (Grams per Square Meter) abgekürzt. Dieser Wert gibt an, wie viel Fasermasse auf einem Quadratmeter Gewebe verarbeitet wurde. Er ist ein wichtiger Anhaltspunkt für das Anfassgefühl, das Wasseraufnahmevermögen und die Trocknungsgeschwindigkeit, sagt für sich allein genommen jedoch noch nichts über die Garnqualität oder die Haltbarkeit der Nähte aus. Ein höheres Gewicht bedeutet nicht automatisch ein besseres Handtuch, sondern kennzeichnet einen anderen Verwendungszweck.
Leichte Handtücher mit einem Flächengewicht von etwa 300 bis 400 Gramm pro Quadratmeter sind dünner, flexibler und trocknen nach der Nutzung besonders zügig ab. Sie eignen sich hervorragend für die Sporttasche, für Reisen oder für Badezimmer mit geringer Luftbewegung, in denen dicke Textilien nur langsam Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben. Auch im Sommer oder bei häufigem Waschen im Mehrpersonenhaushalt spielen leichtere Tücher ihre Stärken aus, da sie in der Waschmaschine deutlich weniger Trommelvolumen belegen.
Der mittlere Bereich zwischen etwa 450 und 550 Gramm pro Quadratmeter gilt als vielseitiger Standard für den Alltag. Tücher dieser Gewichtsklasse bieten einen angenehmen, vollen Griff, nehmen Wasser rasch auf und trocknen bei normaler Raumlüftung innerhalb eines vernünftigen Zeitfensters. Sehr schwere Handtücher ab ungefähr 600 Gramm pro Quadratmeter fühlen sich besonders dicht, weich und polsternd an. Sie saugen enorme Wassermengen auf, benötigen nach dem Duschen auf der Leine jedoch spürbar mehr Zeit, um wieder vollständig durchzutrocknen. Ohne gute Belüftung oder den gelegentlichen Einsatz eines Wäschetrockners gemäß Pflegeetikett können sie in feuchten Räumen lange klamm bleiben.
Neben dem Gewicht bestimmt die Webart das Verhalten eines Handtuchs auf der Haut. Das klassische Frottiergewebe (nicht zu verwechseln mit dem einfachen Frottee) zeichnet sich durch charakteristische Schlingen auf beiden Seiten aus. Diese Schlingen vergrößern die Oberfläche des Textils um ein Vielfaches und schaffen winzige Hohlräume, die Wassertropfen durch den Kapillareffekt rasch ins Faserinnere leiten. Man unterscheidet hierbei im Wesentlichen zwischen Walkfrottier, Zwirnfrottier und Veloursfrottier.
Walkfrottier besteht aus weichen Einzelfäden, deren Schlingen nach dem Weben durch mechanisches Walken und Waschen bauschig aufgearbeitet werden. Es fühlt sich besonders weich und flauschig an und nimmt Feuchtigkeit sofort auf, weshalb es im Wohnbereich am häufigsten verwendet wird. Zwirnfrottier hingegen wird aus fest miteinander verdrehten Garnen gefertigt. Die Schlingen sind dadurch griffiger, widerstandsfähiger gegen mechanische Beanspruchung und üben beim Abtrocknen einen leichten Massageeffekt auf die Haut aus. Velours entsteht, wenn die Schlingen auf einer Seite aufgeschnitten werden. Dies erzeugt eine samtige, elegante Oberfläche, mindert jedoch die anfängliche Saugfähigkeit im Vergleich zu offenen Schlingen etwas.
Eine eigenständige Alternative zum Schlingengewebe stellt Waffelpiqué dar. Durch eine spezielle Webtechnik entsteht eine plastische Dreidimensionalität in Wabenform. Waffelhandtücher sind flach, leicht und besitzen ein geringes Packmaß. Das Waffelmuster stimuliert die Haut beim Abtrocknen, während die offene Gewebestruktur eine zügige Luftzirkulation ermöglicht. Wer eine funktionale Ergänzung zu seinen übrigen Badtextilien sucht, findet im Waffelgewebe eine Variante, die sich besonders für schmale Handtuchstangen und feuchte Sommerwochen eignet.
Die Faserzusammensetzung bestimmt maßgeblich, wie sich das Handtuch bei Feuchtigkeit verhält, wie es sich auf der Haut anfühlt und welche Pflege es verträgt. Reine Baumwolle bleibt der bewährte Standard für Handtücher aller Art. Die Faser ist im nassen Zustand reißfester als im trockenen Zustand, lässt sich gemäß Herstellerangaben meist bei höheren Temperaturen hygienisch reinigen und bietet eine natürliche, hautfreundliche Haptik. Je länger die verwendeten Baumwollfasern (Stapellänge) sind, desto gleichmäßiger lässt sich das Garn verspinnen und desto weniger neigt das fertige Tuch zur Flusenbildung.
Leinen wird häufig als Beimischung zu Baumwolle oder als reines Flachsgewebe eingesetzt. Die Flachsfaser kann Feuchtigkeit sehr schnell aufnehmen und ebenso rasch wieder an die Umgebungsluft abgeben. Leinenfasern sind von Natur aus glatt und besitzen keinen isolierenden Faserflaum, weshalb sich Leinenhandtücher anfangs etwas fester anfühlen, mit jedem Waschgang jedoch weicher werden. Halbleinen-Handtücher kombinieren die Weichheit der Baumwolle mit der Frische und Robustheit des Flachses, was vor allem bei Händehandtüchern im Gäste-WC oder in Küchenbereichen geschätzt wird.
Zellulosische Regeneratfasern wie Modal oder Lyocell werden gelegentlich Baumwollgarnen beigemischt, um den Glanz zu erhöhen und dem Tuch einen fließenden Fall zu verleihen. Diese Fasern bleiben auch bei kalkhaltigem Wasser oft länger geschmeidig, verlangen bei der Wäsche jedoch mitunter etwas mehr Schonung als reine Baumwolle. Synthetische Fasern wie Polyester oder Polyamid finden sich vor allem in speziellen Mikrofaserhandtüchern. Sie saugen Wasser extrem schnell auf und trocknen rasend schnell, fühlen sich auf trockener Haut jedoch mitunter stumpf oder bremsend an und transportieren Fett anders als Naturfasern. Für das heimische Vollbad bleiben Naturfasern daher meist die erste Wahl.
Beim Handtuchkauf begegnet man einem unvermeidlichen Zielkonflikt: Maximale Saugfähigkeit und minimale Trocknungszeit schließen sich physikalisch weitgehend aus. Ein Handtuch mit 650 Gramm pro Quadratmeter und dichten Walkschlingen kann enorme Wassermengen aufnehmen, ohne sich durchnässt anzufühlen. Genau diese gespeicherte Feuchtigkeit muss das Tuch anschließend jedoch wieder an die Raumluft abgeben. In einem fensterlosen Bad oder während der Übergangszeit ohne laufende Heizung führt dies dazu, dass dicke Tücher oft nach 24 Stunden noch klamm sind.
Bleibt Feuchtigkeit über viele Stunden im tiefen Faserinneren gefangen, entstehen ideale Bedingungen für geruchsbildende Mikroorganismen. Das Handtuch beginnt muffig zu riechen, selbst wenn es erst frisch aus dem Schrank genommen wurde. Umgekehrt nimmt ein sehr leichtes Tuch mit 350 Gramm pro Quadratmeter oder ein flaches Leinengewebe das Wasser zwar problemlos auf, erreicht bei einem ausgiebigen Vollbad aber schneller seine Sättigungsgrenze. Dafür genügt oft schon ein leichtes Lüften, damit das Tuch nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit ist.
Die Lösung für dieses Dilemma liegt in einer realistischen Einschätzung deines Badezimmers. Verfügt der Raum über ein großes Außenfenster oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung, kannst du bedenkenlos zu schweren, voluminösen Qualitäten greifen. Ist die Belüftung eingeschränkt oder trocknet die Wäsche auf einem schmalen Wandhaken in einer Raumecke, sind mittlere Grammaturen um 450 bis 500 Gramm oder strukturierte Webarten wie Waffelpiqué die deutlich hygienischere und langlebigere Entscheidung.
Die Art und Weise, wie Handtücher nach dem Abtrocknen aufgehängt werden, hat fast ebenso viel Einfluss auf Geruch und Frische wie das Textil selbst. Wird ein feuchtes Duschtuch an einer winzigen Schlaufe an einen einfachen Wandhaken gehängt, fällt der Stoff in dichte Falten. Im Inneren dieser Stofflagen kann die Luft kaum zirkulieren. Das Gewebe bleibt stundenlang feucht, während die Ränder bereits trocken sind. Auf Dauer führt dieses punktuelle Trocknen zu ungleichmäßigem Verschleiß und muffigen Zonen im Tuch.
Wesentlich wirkungsvoller sind breite Handtuchstangen oder Handtuchheizkörper, auf denen das Tuch in voller oder zumindest halber Breite ausgebreitet hängen kann. Durch den flächigen Kontakt mit der Raumluft verdunstet die Feuchtigkeit gleichmäßig über die gesamte Oberfläche. Achte bei der Montage von Halterungen darauf, dass zwischen Tuch und Wand etwas Abstand bleibt, damit auch die Rückseite hinterlüftet wird. In der Nähe passender Badmöbel platziert, sollten nasse Handtücher niemals direkt an Holzfronten anliegen, um Feuchtigkeitsschäden an den Möbelkanten zu vermeiden.
Auch der räumliche Abstand zu anderen Nasszonen spielt eine Rolle. Handtücher, die direkt neben der offenen Duschkabine hängen, nehmen den aufsteigenden Wasserdampf der nächsten Duschgänge auf, noch bevor sie ihre eigene Restfeuchtigkeit abgegeben haben. Wer ein kleines Badezimmer einrichtet, nutzt am besten Türgarderoben oder schwenkbare Halterungen, um Handtücher während der Trocknungsphase weiter in den Raum hineinzuhängen, wo der Luftaustausch besser funktioniert.
Die folgende Übersicht fasst die gängigen Varianten zusammen und hilft dir dabei, die richtige Ausführung für deine persönlichen Gewohnheiten und deine räumlichen Gegebenheiten zu bestimmen.
| Handtuchtyp | Typisches Richtmaß | Flächengewicht (Richtwert) | Gewebestruktur | Haupteinsatzbereich | Trocknungsverhalten |
|---|---|---|---|---|---|
| Gästehandtuch | 30 x 50 cm | 400 bis 500 g/m² | Walkfrottier oder Waffelpiqué | Gäste-WC, Händetrocknen für Besucher | Sehr schnell trocken |
| Händehandtuch | 50 x 100 cm | 450 bis 550 g/m² | Walk- oder Zwirnfrottier | Täglicher Gebrauch am Waschtisch | Zügig bei freier Hängung |
| Duschtuch | 70 x 140 cm | 450 bis 600 g/m² | Walkfrottier | Tägliches Duschen, universell einsetzbar | Mäßig bis zügig je nach Lüftung |
| Badetuch / Saunatuch | 100 x 150 cm | 500 bis 650 g/m² | Zwirnfrottier oder dichtes Walkfrottier | Vollbad, Sauna, Liegeunterlage | Benötigt viel Luft und Zeit |
| Leichtes Waffeltuch | 70 x 130 cm | 300 bis 380 g/m² | Dreidimensionales Piqué | Reisen, Sport, warme Sommermonate | Extrem rasch wieder trocken |
| Seiftuch / Waschlappen | 30 x 30 cm | 450 bis 500 g/m² | Klassisches Schlingengewebe | Gesichts- und Körperpflege | Rasch trocken |
Um die theoretischen Kriterien greifbar zu machen, lohnt sich der Blick auf zwei grundverschiedene Wohnsituationen, die jeweils andere Anforderungen an die Handtuchausstattung stellen.
Szenario A: Ein kompaktes Stadtwohnungsbad mit rund vier Quadratmetern Grundfläche, Innenlage ohne Fenster und einer einfachen Abluftanlage. Hier leben zwei Personen. Da der Raum Feuchtigkeit nur langsam abbaut, wäre ein schweres 650-Gramm-Badetuch die falsche Wahl; es würde über Nacht klamm bleiben und rasch modrig riechen. Die sinnvolle Entscheidung besteht hier aus zwei leichten bis mittelleichten Duschtüchern (etwa 420 bis 480 Gramm pro Quadratmeter) im Maß 70 mal 140 Zentimeter aus klassischem Walkfrottier oder Waffelpiqué. Am Waschtisch hängt ein 50 mal 100 Zentimeter Händehandtuch, das alle zwei Tage gewechselt wird. Anstelle dichter Hängehaken hinter der Badezimmertür werden zwei versetzte Handtuchstangen montiert, die ausreichend Abstand zur Wand halten. Auf diese Weise können die Textilien trotz geringer Luftzirkulation zuverlässig abtrocknen.
Szenario B: Ein geräumiges Familienbadezimmer mit zehn Quadratmetern, großem Fenster zur Querlüftung und vier im Haushalt lebenden Personen. Am Morgen wird mehrfach hintereinander geduscht. Hier bewähren sich für die Erwachsenen voluminöse Duschtücher mit rund 550 Gramm pro Quadratmeter, die ein anschmiegsames Gefühl vermitteln und viel Feuchtigkeit aufnehmen. Für die Kinder sind etwas handlichere Formate (etwa 60 mal 110 Zentimeter oder Standard-Duschtücher) ideal, da sie sich damit leichter selbst abtrocknen können, ohne über überlange Tuchenden zu stolpern. Am Doppelwaschtisch werden zwei getrennte Händehandtücher eingesetzt, ergänzt durch farblich differenzierte Aufhängeschlaufen, damit Verwechslungen ausgeschlossen sind. Dank des Fensters kann die feuchte Luft nach dem morgendlichen Betrieb stoßgelüftet werden, sodass auch schwerere Tücher an einem beheizten Handtuchheizkörper innerhalb weniger Stunden wieder trocken sind.
Beim Kauf von Handtüchern lassen sich viele Enttäuschungen durch genauen Blick auf Details vermeiden. Ein häufiger Fehler ist die ausschließliche Orientierung am Griffgefühl im Geschäft. Viele Hersteller versehen neue Handtücher mit weichmachenden Ausrüstungen (Appreturen), damit sich das Tuch beim ersten Anfassen unvergleichlich seidig und dicht präsentiert. Zuhause folgt die Ernüchterung: Das Tuch perlt bei den ersten Einsätzen ab und nimmt kaum Wasser auf. Erst nach ein bis zwei Waschgängen gemäß Pflegeetikett wird diese Oberflächenschicht ausgewaschen und die Faser saugfähig. Verwechsle daher ein künstlich glattes Erstgefühl nicht mit tatsächlicher Saugkraft.
Ein weiteres Problem sind breite, aufwendig eingewebte Zierbordüren aus Mischfasern oder glattem Garn. Wenn die Hauptfläche des Tuchs aus reiner Baumwolle besteht, die Bordüre jedoch anders gewebt ist oder Synthetikanteile enthält, schrumpfen beide Bereiche beim Waschen unterschiedlich stark ein. Das Resultat ist der gefürchtete Sanduhr-Effekt: Die Bordüre zieht sich straff zusammen, während das Tuch daneben wellig wird. Wenn du Wert auf formstabile Handtücher legst, wähle Modelle mit schmalen, tonalen Randeinfassungen oder durchgängig gewebten Strukturen ohne dicke Querbänder.
Häufig unterschätzt wird auch die Stabilität der Aufhängeschlaufen. Gerade bei schweren Duschtüchern reißen einfache, dünne Bändchen, die nur mit wenigen Stichen in die Randnaht gefasst sind, nach kurzer Zeit aus. Achte auf solide vernähte Kordeln oder mittig an den Längsseiten angebrachte Schlaufen. Hängt ein langes Tuch an der Längsseite, verteilt sich das Eigengewicht gleichmäßiger und das Tuch schleift nicht über den Boden, selbst wenn die Wandhaken etwas tiefer angebracht sind.
Die Pflege entscheidet darüber, ob Handtücher über viele Jahre hinweg saugfähig und griffig bleiben oder bretthart und muffig werden. Maßgeblich ist immer das eingenähte Pflegeetikett des jeweiligen Herstellers, da Materialmischungen und Farbstoffe unterschiedliche Behandlungen erfordern. Weiße Baumwollhandtücher vertragen meist höhere Waschtemperaturen, während farbige oder dunkel gefärbte Textilien oft bei moderateren Temperaturen mit Colorwaschmittel gewaschen werden sollten, um ein Ausbleichen der Farbpigmente zu verhindern.
Einer der gravierendsten Pflegefehler ist der regelmäßige Einsatz von Weichspüler. Weichspüler legt sich wie ein hauchdünner Wachs- oder Silikonfilm um die einzelnen Fasern. Dieser Film sorgt zwar für ein weiches Gefühl, versiegelt jedoch die mikroskopisch kleinen Poren der Baumwolle. In der Folge verliert das Handtuch seine Kapillarwirkung: Das Wasser perlt ab, statt eingesaugt zu werden. Zudem begünstigt der Film die Einlagerung von Hautfetten und Bakterien, was auf Dauer zu einem dauerhaft säuerlichen Geruch führt. Wenn Handtücher nach dem Lufttrocknen starr wirken (die sogenannte Trockenstarre), genügt es meist, sie vor dem Zusammenlegen kurz kräftig mit der Hand auszuschütteln oder durchzukneten, um die Fasern mechanisch wieder zu lockern.
Dürfen die Handtücher laut Pflegeetikett in den Wäschetrockner, sorgt der warme Luftstrom dafür, dass sich die Schlingen von selbst wieder aufstellen und das Tuch flauschig weich wird. Wer auf der Leine trocknet, sollte die Handtücher vor dem Aufhängen kräftig ausschlagen und nach Möglichkeit nicht in praller Mittagssonne trocknen lassen, da UV-Licht und Hitze die Fasern spröde machen können. Achte beim Waschen zudem auf die richtige Dosierung des Waschmittels: Überdosiertes Waschmittel lagert sich in den dichten Schlingen ab und hinterlässt schmierige Rückstände, die das Trocknungsverhalten spürbar verschlechtern.
Die Beanspruchung von Handtüchern im Alltag ist enorm: Sie werden gerieben, feucht zusammengeknüllt, bei mechanischer Bewegung gewaschen und geschleudert. Wie lange ein Handtuch ansehnlich bleibt, entscheidet sich daher vor allem an den Rändern. Hochwertig verarbeitete Tücher besitzen an den Längsseiten robuste Doppelnähte oder feste Webkanten, die ein Ausfransen wirksam verhindern. Einfache Einfachnähte neigen dazu, nach mehreren Dutzend Wäschen aufzureißen, woraufhin sich das Gewebe an den Kanten auflöst.
Betrachte auch die Ecken des Tuchs: Ein sauber umgeschlagener und mehrfach verriegelter Saum verhindert, dass sich die Nähte an den Belastungspunkten lösen. Bei Modellen mit Fransen (wie man sie häufiger bei Hamamtüchern findet) sollten die Knoten fest von Hand gebunden oder maschinell so gesichert sein, dass sie sich in der Waschtrommel nicht öffnen und verheddern.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Fadenspannung im Schlingengewebe. Ziehe gedanklich an einer Schlinge: Sitzt sie fest verankert im Grundgewebe, ist das Tuch widerstandsfähig gegen Hängenbleiben an Schmuck, Uhren oder rauen Fingernägeln. Sollte sich dennoch einmal ein Faden herausziehen, darf er keinesfalls herausgerissen werden, da dies eine Laufmasche erzeugen würde. Schneide den überstehenden Faden stattdessen einfach vorsichtig auf Höhe der restlichen Schlingen mit einer scharfen Schere ab; durch die Webkonstruktion löst sich das Tuch dadurch nicht auf.
Handtücher sind Gebrauchsgegenstände, prägen aber durch ihre sichtbare Präsenz das Erscheinungsbild des Raumes entscheidend mit. Ein Sammelsurium aus Werbegeschenken, verblichenen Alttüchern und unterschiedlichen Farbtönen sorgt selbst in einem ansonsten aufgeräumten Raum für optische Unruhe. Um eine ruhige, aufgeräumte Atmosphäre zu schaffen, lohnt es sich, Handtücher in abgestimmten Farbserien anzuschaffen.
Helle, neutrale Töne wie Naturweiß, Sand, Greige oder Schiefergrau lassen sich harmonisch in fast jedes Badezimmerkonzept einfügen. Sie harmonieren sowohl mit hellen Fliesen als auch mit warmen Holzoberflächen oder kühlen Steinbecken. Wer Akzente setzen möchte, wählt gedeckte Farben wie Salbeigrün, gedecktes Petrol oder Terrakotta. Wichtig ist dabei, die Textilfarben auf vorhandene Elemente wie Badematten und den Duschvorhang abzustimmen, damit ein zusammenhängendes Gesamtbild entsteht.
Auch die Platzierung im Raum beeinflusst die Wirkung. Offen aufgerollte Gästetücher in einem Weidenkorb oder sauber gestapelte Badetücher auf einem offenen Regalboard wirken einladend und ordentlich. Im Blickfeld neben dem Badspiegel aufgehängte Händehandtücher sollten stets dieselbe Farbfamilie aufgreifen wie die Duschtücher an der gegenüberliegenden Wand. Eine visuell einheitliche Ausstattung lässt selbst kleine Räume strukturierter und aufgeräumter wirken.
Damit du bei der Neuanschaffung oder Ergänzung deiner Badtextilien systematisch vorgehst, hilft diese praxisnahe Schrittfolge:
Viele Textilien werden werkseitig mit Appreturen und Weichmachern versehen, damit sie sich im Verkaufsregal weich und füllig anfühlen. Diese Oberflächenbehandlung legt sich um die Fasern und verhindert vorübergehend das Einsaugen von Wasser. Nach den ersten ein bis zwei Wäschen gemäß Pflegeetikett wird diese Schicht herausgewaschen, sodass die Baumwolle ihre reguläre Kapillarwirkung entfalten kann.
Ein Flächengewicht zwischen ungefähr 450 und 550 Gramm pro Quadratmeter bietet für die meisten Haushalte den besten Mittelweg. Diese Tücher fühlen sich angenehm voll und griffig an, nehmen ausreichend Wasser auf und trocknen an einer freien Handtuchstange bei normalem Raumklima innerhalb eines angemessenen Zeitraums wieder vollständig durch.
Duschtücher können bei guter Trocknung nach dem Duschen meist nach drei bis fünf Nutzungen gewaschen werden. Händehandtücher am Waschtisch, die täglich mehrfach von verschiedenen Personen benutzt werden, sollten alle zwei bis drei Tage gewechselt werden. Gästehandtücher im Gäste-WC wechselt man bei regelmäßigem Besucherverkehr am besten noch häufiger.
Diese sogenannte Trockenstarre entsteht, wenn die nassen Baumwollfasern ohne Bewegung an der Luft trocknen und sich dabei miteinander verhaken. Wird das Tuch im Trockner bewegt, bleiben die Schlingen locker. Beim Trocknen auf der Leine hilft es, das Tuch vor dem Aufhängen und nach dem Trocknen kräftig mit beiden Händen auszuschlagen.
Gezogene Einzelfäden dürfen niemals mit Gewalt herausgerissen werden, da sonst Laufmaschen im Gewebe entstehen können. Die sicherste Lösung ist, den überstehenden Faden mit einer scharfen Nagelschere vorsichtig auf Höhe der umgebenden Schlingen abzuschneiden. Da Schlingenfrottier gewebt und nicht gewirkt ist, löst sich das Tuch an dieser Stelle dadurch nicht auf.
Muffiger Geruch entsteht meist durch Bakterien, die in zu feuchtem Milieu überleben, oder durch Rückstände von überdosiertem Waschmittel und Weichspüler. Prüfe das Pflegeetikett und wasche die Handtücher bei der maximal erlaubten Temperatur mit einem passenden Pulverwaschmittel. Sorge zudem dafür, dass die Tücher nach dem Abtrocknen immer vollflächig hängend und gut belüftet trocknen.
Frottier ist ein hochwertiges Webgewebe, bei dem zusätzliche Schlingfäden auf beiden Seiten plastische Schlingen bilden. Es ist saugfähig und formstabil. Frottee hingegen ist ein Maschengewebe oder Flachgewebe mit Schlingengarn, das vor allem für leichtere Bekleidung verwendet wird. Für funktionale Handtücher kommt fast ausschließlich echtes Frottier oder Waffelgewebe zum Einsatz.
Tücher ohne Schlaufe müssen über eine ausreichend breite Handtuchstange gelegt oder mit speziellen Handtuchklemmen befestigt werden. Klemmt man sie an einfachen spitzen Haken fest, kann das Gewebe punktuell überdehnt werden oder einreißen. Zudem sorgt das flächige Überhängen über eine Stange für eine wesentlich bessere Luftzirkulation als das enge Zusammenraffen am Haken.
Newsletter
Neuheiten und Wohnideen mit 10 € Newsletter-Gutschein
Ab 100 € Warenwert, einmal einlösbar, 60 Tage ab Zusendung des Codes gültig.
Datenschutz
Cookies und Statistik
Nötige Cookies halten Warenkorb, Anmeldung und Kasse am Laufen. Unsere eigene Zählung ohne Cookies läuft immer, auch ohne Zustimmung: Dabei setzen wir keine Cookies, bilden aber für einen Kalendertag eine Kennung aus IP-Adresse und Browserkennung. Mit deiner Zustimmung messen wir außerdem genauer (Analyse), messen, ob unsere Anzeigen zu Käufen führen, und zeigen dir unsere Anzeigen passend zu deinen Interessen (Marketing). Google Analytics, Google Ads und die Anzeigenmessung von OpenAI laufen nur mit deiner Zustimmung; dann gehen Daten auch an Google und OpenAI, auch in die USA. Deine Auswahl änderst du jederzeit unter „Cookie-Einstellungen“ im Fußbereich.